Grabbau: Über die gesamte Länge der Grube wurde ein hölzernes Zeltdach errichtet, das anschließend mit einem Erdhügel überdeckt wurde.


Zuerst wurde die Grube mit Hilfe von Holzgeräten ausgehoben. Danach begannen die Zimmermannsarbeiten mit dem vorbereitetem Holz ( Stämme wuren geteilt und in jeweils 8 - 10 Teilstücke gespalten ) Der Holzverbrauch für die Kammer wird mit etwa 23 Eichen berechnet.

Die Zimmermannsarbeiten konnten in einem Zuge ausgeführt werden. Eine Konstruktion war auch ohne Wände mit einfachen Holzverbindungen sehr stabil. Zusätzliceh Festigkeit erhieltdas ganze durch eine Verfüllung der Grabgrube. Wahrscheinlich war über der Anlage ein Grabhügel, der wegen der jahrhundertelangen Beackerung vollständig eingeebnet ist.

Das Bodenpflaster kann erst nach dem Abschluß der Holzarbeiten verlegt worden sein.

Insgesamt dauerte der Bau sicher mehrere Wochen, auch für ein sog. "eingespieltes Team". Da die Kammer geraume Zeit belegt wurde, ist anzunehmen dass Sie solide gebaut war und auch sorgfältig instandgehalten wurde. Die Kammer blieb über Ihre gesamte Nutzungsdauer ( ein bis zwei Generationen ) zugänglich.

Für die Stabilität spricht auch, das durch die im Kammerinneren brennenden Feuer ( siehe Bestattungen ) nicht die gesamte Konstruktion zerstört haben. Zwar wurden die Kalksteine rotgefärbt ( ab ca 700 grad ), die dabei in Mitleidenschaft gezogenen Knochen waren meist nur angekohlt.
 

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