Das Kalksteinpflaster diente als Unterlage für die Bestattungen. Durch die Verwendung von Muschelkalk bei den Bodenplatten, sind die Skelette der Bestatteten vorzüglich erhalten geblieben.

Der geschilderte Befund zeigt, daß das Grab über einen längeren Zeitraum belegt wurde. Die Toten wurden in mindestens Drei, durch flache Steinplattenlagen getrennte Schichten niedergelegt.

Der Bestattungsablauf kann wie folgt rekonstruiert werden:

Über der Grabsohle aus grobem Kalkstein wurde ein ebenes Pflaster aus feinem Kalkstein verlegt. Anschließend wurde ein Feuer auf den Platten entfacht, das den Kalkstein rot färbte. Das Feuer hat vermutlich spirituele Gründe gehabt. Danach begann man mit den Bestattungen.

Über den ersten Bestattungen wurde später eine zweite Plattenschicht verlegt. Hier hat das Feuer auch hygienische Gründe gehabt. Später wurde dann eine dritte Klalksteinlage aufgebracht. Hier wurde kein Feuer auf den Steinen entfacht.

In allen drei Schichten fanden sich Knochen von Menschen, ein vollständiges Skelett konnte nicht gefunden werden. Insgesamt wurden die Knochen von über 120 Pesonen allen Alters in Odagsen gefunden.

zurück